In die Nacht geschrieben ...

Heute kein Dämmerschlaf

Liebe Anne,
mein Mitgefühl ist dir nach diesem Blogbeitrag gewiss! Sind das doch Erfahrungen, wie wir vielleicht alle in dieser oder einer anderen Form mal machen werden oder bereits gemacht haben. Sie aber auf eine so humorvolle Weise zu beschreiben, das muss dir erst einmal jemand nachmachen …
Und einen Brechreiz so auszutricksen, schon genial. Und nein, eine solche Arbeit wäre auch nichts für mich, trotzdem bin ich fasziniert, mit welcher Begeisterung und Ruhe Menschen ihn anscheinend ausüben,
herzliche sonnige Grüße,
Sabine

kuechenblock

Sorry, aber es wird schon wieder ein klein wenig unappetitlich, aber wirklich nur ein bisschen. Ich muss noch mal über meine Zähne schreiben, also über die Zähne, die ich noch nicht habe. Leider bin ich aus dem Alter schon lange raus, in dem Zähne einfach so nachwachsen. Jetzt muss dem künstlich nachgeholfen werden. An diesem Prozess habe ich Euch ja schon mehrfach teilhaben lassen. Er hat ein bisschen was von einer unendlichen Geschichte, oder von großem Drama in mehreren Akten. Letzte Woche fand der 3. Akt statt, in dem in die inzwischen gut eingewachsenen Implantate nun die Schrauben mit Stiften gedreht werden sollten, die dann später die Ersatzzähne aufnehmen. Frau Doktor hatte schon im September angekündigt, dass das auch ohne Dämmerschlaf gehen würde. Der war mir ja vergönnt worden, um die Implantate Würgereiz frei in den Kiefer zu rammen. Ich hatte ihn sehr genossen und hätte mich der Herausforderung gern…

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In die Nacht geschrieben ...

Gabelfrühstück mit Muckefuck

Liebe Anne,
ich mag es über aussterbende Wörter zu schreiben, nachzudenken, zu reden und sie so nicht in Vergessenheit geraten zu lassen …
Ebenso sehr mag ich deinen Wunsch mal ein Reinigungsvehikel zu fahren. Gibt es bei uns auch, extra ein Kleines für die Fußgängerzone in der Innenstadt und in dem sitzt Ernie. Ja, du liest richtig, der Ernie aus der Sesamstraße, der mit dem betreffenden Kollegen seine Runden dreht. Ich werde mich ihm mal nähern und darauf achten, ob er wie sein Frankfurter Kollege über so etwas Abschreckendes verfügt: *auch dann geht die gesamte akustische Warnanlage in den höchsten Empörmodus* (Diese Formulierung ist einfach genial!).
Das Gabelfrühstück mit Fisch kenne ich noch von meiner Oma, das mochte mein Opa so gerne und ich saß immer fasziniert dabei und habe es nicht verstanden, später dann doch, denn er konnte nichts mehr schmecken und das hat mir als Nicht-gerne-Fisch-Esserin erklärt, wieso er das essen konnte … 🙂
Liebe Grüße nach Frankfurt,
Sabine

kuechenblock

Klingt seltsam auf den ersten Blick?

Zugegeben, es sind Worte, die heute kaum einer mehr benutzt. Ich habe sie in einem Kalender gefunden, den meine Freundin Birte mir zu Weihnachten geschenkt. Es ist ein Kalender der vergessenen Wortschätze.

Da finden sich dann so wundersame Worte wie Straßenfeger.

Wenn man dieses Wort wörtlich nimmt und es sich auch genauso visualisiert, ist völlig klar, was damit gemeint ist. Ein Mensch von der (meist städtischen) Reinigungstruppe, der eben die Straße fegt. Gibt es bei uns in Frankfurt heute noch. Da fährt in der Mitte der Fahrbahn ein kleines Vehikel mit großen Bürsten vorne und an den Seiten, der gefrässig Dreck und vertrocknete Blätter von der Fahrbahn klaubt. Rechts und links auf oder an den Gehsteigen laufen dann Männer ( gibt es eigentlich bei der FES keine Frauen?) mit altertümlich anmutenden Reisigbessen und wedeln dem Ungetüm in der Straßenmitte neues Futter zu. Trifft mein…

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In die Nacht geschrieben ...

Blogadventkalender – Türchen 14

Liebe Mo,
ja, mein Lachen musst du bis zu dir gehört haben !!!! Wie schön und wie wichtig das doch gerade heute und jetzt und überhaupt ist!!!
Danke dir und danke fürs Mitschreiben!
Ganz herzliche Grüße, mit noch immer einem Lächeln im Gesicht,
Sabine

Mo...Saiks Runen

Ihr Lieben,

alle Jahre wieder lädt Sabine von GrünRaumSchreiben die bloggende Crême-de-la-crême ( 😉 ) zum besinnlichen Blogadventkalender-Schreiben ein.

Die liebe Hedda schrieb gestern:

Türchen No. 13

Henni wurde ganz schummerig. Sie musste sich auf ihren wackligen Küchenstuhl mit der abgeblätterten Farbe setzen, das einzige Möbelstück, das ihr von ihrer Großmutter geblieben war. (Neben den Ringelsocken, aber die waren ja schließlich kein Möbelstück und außerdem hatten sie ein Loch, da wo ihr großer Zeh immer vor Aufregung wackelte, wenn sie mit irgendwas nicht klarkam und sie müsste sie eigentlich wegschmeißen, was sie aber nicht konnte, weil sie ja von Oma Lotte waren!).

Auf einmal wurde es Henni schwer ums Herz. Sie musste unweigerlich an Uwe denken und daran, was er wohl zu dem kleinen rotgepunkteten Schweinchen sagen würde. „Mensch, Henni, ein Schwein in der Wohnung, das geht doch nicht!“ Das würde er sagen und einen großen Schluck aus seinem orangefarbenen…

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In die Nacht geschrieben ...

Dankbarkeit

Liebe Christiane,

ich liebe diese kleine und doch so große Geschichte von den beiden Wölfen, die wir selbst füttern, mal so oder/und mal so …
Ich bin dankbar für deine Blogbeiträge, die mich berühren und nachdenklich machen.
Danke, liebe Grüße,
Sabine.

Der Raum in mir

Dankbarkeit in Zeiten von Corona – das klingt wie Schlittschuhlaufen im Hochsommer. Es ist unmöglich. Die Rahmenbedingungen stimmen nicht. Es ist nicht die Jahreszeit für Dankbarkeit. Es gibt derzeit Momente – und manchmal reihen sich die Momente so lange aneinander, dass ein Tag daraus wird -, in denen ich diesem Sog nachgebe, der mich in Pessimismus und Angst hineinzieht und mir die Sicht auf vieles verstellt, was in meinem Leben auch noch da ist. Diesem Sog ein fröhliches „Sei dankbar, für alles, was Du hast“ entgegenzustellen, ist zu einfach, ist Oberflächenkosmetik. Denn es ist ein bewusstes Durchleben der Dunkelheit, des Schmerzes, der Hilflosigkeit nötig, ja diese Empfindungen und Gedanken zulassen können und wahrnehmen, dass ich mich gerade so fühle und sie nicht verdränge. Ich kann sie dann als einen Teil von mir ansehen, der sich gerade so verloren oder … fühlt. Damit kann ich anerkennen, dass es da ist, und…

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In die Nacht geschrieben ...

Endlich wieder: U3L

Liebe Anne,
wie ein lebendig gewordener Adventkalender, bei dem all die Türchen noch nicht wissen, wann sie dran und wo sie eigentlich sind. Deshalb ist das auch meine Lieblingsstelle von dir: „Ich bin drin! Es tauchen lauter kleine Fensterchen auf. Teilweise bewohnt, teilweise noch dunkel. Das kommt mir bekannt vor.“ 🙂
Mit dieser neuen Idee eines lebendig gewordenen Adventkalenders, unser Blog-Adventkalender naht ebenfalls mit großen Schritten, gehe ich mit deinem neuen Blogbeitrag gut gelaunt ins Wochenende, danke dafür,
Sabine

kuechenblock

Für mich hat am 2. November das nunmehr vierte Semester an der U3l begonnen. Natürlich läuft dieses, ebenso wie das vorhergehende Sommersemester, digital ab. Corona hält nach wie vor die Hörsäle und Seminarräume besetzt. Also müssen wir auf ein bioanaloges Treffen – wie einer der Dozenten es ausdrückt – verzichten. Ich muss zweimal hinschauen, bevor ich es verstehe: bioanalog….. da stolpere ich genauso drüber, wie über das Wort biodeutsch, als ich es das erste Mal las. Aber gut, so findet eben jeder die Nischen seiner Besonderheit.

Es folgen die Zoom-Einladungen. Ich bin ziemlich entspannt, denn zum Ende des letzten Semesters hat eigentlich fast alles reibungslos geklappt. Nun also die erste Veranstaltung: Zoom lässt mich auch willig in den Vorraum, wo mir verkündet wird, dass der Host noch nicht da sei. Kenne ich, da wartet man eben ein bisschen. Es ist so wie beim Arzt im Wartezimmer, nur noch ein bisschen…

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In die Nacht geschrieben ...

Homeoffice

Liebe Anne,
im Schreiben zu Haus, so heißt ein gleichnamiger Bildband von Herlinde Koelbl, der seit vielen Jahren bei mir im Regal und jetzt im neuen Schreibatelier steht. Da werden die Schreibplätze von Schriftsteller*innen in schwarz/weiß gezeigt … An das Buch musste ich denken, als ich deinen Blogbeitrag gelesen habe. Ein sehr empfehlenswertes Buch mit tollen Fotos, die dazu verleiten den eigenen Schreibplatz mal in schwarz weiß abzulichten.
Ich wünsche dir und Birte auf jeden Fall eine erfolgreiche Schreib- und Kochzeit, die Ergebnisse sehen ja schon sehr, sehr lecker aus.
Liebe Grüße,
Sabine
P.S.: Der Herr Mälzer hat noch immer nicht geantwortet! 😉

kuechenblock

Machen Autor*Innen/Schriftsteller*Innen nicht eigentlich immer Homeoffice? Jein, manche schreiben in Cafés oder an sonstigen öffentlichen Plätzen, die meisten aber an ihren häuslichen Schreibtischen. Ich eigentlich auch, was sich schon wegen der Nähe zur häuslichen Küche anbietet, denn hier auf dem Küchenblog kombiniert sich ja das Schreiben mit dem Kochen.

Manchmal treibt es mich aber auch zum Schreiben hinaus in die weite Welt, am liebsten mit meiner Schreib- und auch sonstigen Freundin und Mitautorin Birte. Die weite Welt liegt dann schon mal in Baden-Baden oder am Bodensee, oft aber auch in Winterberg im Sauerland. Ihr durftet über so manchen Blogpost auch schon daran teilhaben. An diesem Wochenende sollte unsere Schreibwelt eigentlich mal wieder in Winterberg installiert werden, verbunden mit den üblichen Ritualen: schreiben, kochen, Spaziergang zu den Ochsen auf der Wiese hinter dem Haus, Bummel durch Winterbergs übebordende Geschäftswelt, abends dann eine Runde ‚Kitchen Impossible‘ auf TV NOW. Ausflüge zur Ruhrquelle…

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Mit der Blogparade und Snoopy in eine dunkle stürmische Nacht

Liebe Anne,
eine spannende Wende … Willkommen im Club, ein geniales Satz am Schluss mit Snoopy in dieser Nacht,
liebe Grüße,
Sabine

Frankfurter Schreiblust

Meine Kommilitonin Ulrike ruft zu einer neuen Blogparade auf und ihr Impuls katapultiert mich in die Vergangenheit. Die Peanuts, Charlie Brown, Snoopy und Linus mit der Schmusedecke…. das scheint Jahrhunderte her zu sein. Ich habe diese Comic-Serie geliebt, obwohl ich eigentlich nichts für Comics übrig hatte. Damals beschloss ich, hätte ich jemals eine Katze, so würde sie Linus heißen, denn Linus hatte es mir sehr angetan. Trotz, oder vielleicht auch wegen seiner Schmusedecke ein intelligentes Kerlchen, der sich durchzusetzen weiß. Ich wäre gern so wie er gewesen. Meine Verehrung hätte sich also in der Namensgebung für eine Katze ausgedrückt. Bis jetzt hatte ich keine Katze und es sieht so aus, als würde mein Leben auch katzenlos bleiben. Snoopy ist damals ein wenig unter meinem Radar durchgelaufen. So richtig konnte ich mich nicht für ihn erwärmen. Eine ausgesprochene Leidenschaft für Hunde hatte ich nicht und dass Snoopy Linus die Schmusedecke klauen…

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In die Nacht geschrieben ...

Herbergssuche

Guten Morgen liebe Anne,
es gibt eine ziemlich gute und aktuelle Karikatur über Maria und Josef, die das wunderbar auf den Punkt bringt. Leider habe ich den Link dazu nicht mehr.
Ich staune nur noch, ist mein neuer Satz, der anscheinend nicht nur im beruflichen Kontext Sinn macht, sondern immer mehr in der Welt, die Gutes will und es doch immer wieder nicht hinbekommt, das transparent und nachvollziehbar zu erklären.
Vielleicht sollte ich Henni mal den Auftrag dazu geben. Eine gute Idee und außerdem werde ich ja auch noch Herrn Mälzer schreiben.
Ganz liebe Grüße,
Sabine und Henni.

kuechenblock

Ist denn schon wieder Weihnachten werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Keine Sorge, soweit ist es noch nicht. Allerdings sollte man sich sich vielleicht jetzt schon Sorgen um Maria und Josef machen, würde man heutzutage in den damaligen Zeiten leben. Schließlich brauchen die für den 24.12. ja eine Herberge. Und wenn Nazareth dann zu den Corona-Risikogebieten gehört, hätten sie aus noch ganz anderen Gründen ein Beherbergungsproblem als gemeinhin aus der Bibel bekannt.

Aber es geht nicht um Josef und Maria und weder um biblische Geschichte, noch um weit zurückliegende Zeiten. Es geht um mein Hier und Jetzt. Ich plane noch einmal eine Reise nach Winterberg, diesmal mit Birte meiner lieben Co-Autorin. Wir wollen unseren 2. Band der kulinarisch-kriminalistischen Familiengeschichte voranbringen. (Versprochen: Corona wird keine Rolle spielen!). Wenn man nach Winterberg fährt passiert man etwa 20 km vorher die Hessisch/Nordrhein-Westfälische Grenze. Das tut eigentlich überhaupt nicht weh und ein Visum braucht man…

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In die Nacht geschrieben ...

Winterberger Leberwurst auf Eis

Guten Morgen liebe Anne,
seufz, was war das schön …
Ich habe beim Lesen wieder direkt neben dir gesessen und mit dir aus dem Fenster auf den Kreuzweg geschaut … Was für ein spannender Aus- und Anblick, der sich uns da täglich zu allen Tages- und Abend- und Nachtzeiten geboten hat. Und der Techniker, mmh, ja ich genieße im Nachhinein und schweige … 😉
Und lecker war das Essen nicht nur an diesem Abend allemal. Was für ein Geschenk, an einem solchen Ort mit Menschen zu sein, die ebenso für das Schreiben brennen und nicht nur das, sondern auch denselben Humor teilen und pflegen.
Darauf und auf eine tolle Zeit mit dir und euch einen Gin Tonic oder wahlweise einen Cremant …
Noch nachklingend begeisterte Grüße,
Sabine und Henni.

kuechenblock

Nein, Winter war es noch nicht in Winterberg. Jedenfalls nicht draußen, dafür aber im Kühlschrank unserer Ferienwohnung. Da froren die Lebensmittel ziemlich vor sich hin. Die Leberwurst hätten wir lutschen können und auch die Milch war in ihrer Packung erstarrt. Lag es an uns, dass wir den Kühlschrank nicht richtig eingestellt hatten, oder hatte der Kühlschrank sich vielleicht heimlich unheimlich mit dem W-Lan verbündet und dort ordentlich Energie gezogen, die er in Eis umwandeln musste?

Für unsere Laptops jedenfalls reichte das hoteleigene W-Lan meistens nicht. Allenfalls ein kurzes Aufflackern einer Internetverbindung und schon war es mit dem Worldwidewebbetrieb wieder vorbei. Das trieb uns jammernd an die Rezeption, wo Frau freundlich zugewandt lauschte und gute Tips parat hatte, wie man es doch noch ins Internet schaffen könne. Weil das aber nicht wirklich weiter half, schickte uns Frau am nächsten Tag den IT-Mann ins Appartement. Auch dieser kümmerte sich freundlich und beflissen…

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