In die Nacht geschrieben ...

An Hundstagen – ein Blogparadenbeitrag

Liebe Mo,
es ist zu sehen und zu lesen, wie viel Spaß dir das wieder einmal gemacht hat und ich bin froh, dass du die Blogparade von Ulrike dazu als Anlass genutzt hast.
Ganz liebe Grüße,
Sabine.

Mo...Saiks Runen

Ihr Lieben,

ist wirklich schon September? Hab ich wirklich schon so lange keine Collage mehr gemacht?
Oh je, dann sollte ich Ulrikearabella umso mehr danken, dass Sie zur „Tierischen Urlaubs-Blogparade“ aufgerufen hat.

Vielen Dank also für diese inspirierende Einladung, zu der ich nun – mal wieder auf den letzten Drücker 😉 – eine neue Collage und mit ihr eine kleine lyrische Wortspielerei beitragen kann!


An Hundstagen

aalen wir uns faultierfaul                                     
in der Affenhitze       
vogelfrei fischen wir im Drüben       
unserer Gedanken       
nach Schmetterlingseffekten                                        
legen unsere trägen Flügel                                       
ins Grashüpfergras                                                    
& unsere Rehscheue in den Sandkäfersand        
wir lachen Möwenlachen                               
& malen Walgesänge in den Wellengang

& in der Eulennacht noch                                                                                
heulen wir den Wolfsmond an                                                                                                                                                
tanzen uns einen Bären
& lassen unseren Vogel eine Meise sein                          
& morgenmüde in der Dämmerung dann                         
kuscheln wir uns            
dem Meeresrauschen lauschend           
in unsere Ohrmuscheln ein…

mw.


Was für ein schöner Schreibimpuls! Das hat…

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In die Nacht geschrieben ...

Ab in die Küche – das war einmal?

Liebe Anne,
ich habe diesen Film auch gesehen und wir haben ja schon gestern per Zoom ausführlich darüber gesprochen.
Ich finde ihn so wichtig, dass ich ihn in mein Seminarprogramm für die Bundesfreiwilligen mit hineinnehmen möchte. Zum alljährlichen Weltfrauentag unterhalten wir uns immer mit Zeitzeuginnen aus der Iserlohner Frauenbewegung, die auch auf lokaler Ebene von vielen ähnlichen Situationen berichten. Und mir geht es ähnlich wie dir, ich schwanke zwischen Wut und Fassungslosigkeit und dem Wunsch mehr zu tun und mehr zu bewegen. Ein Gefühl dafür zu bekommen, für was die Frauen gekämpft haben und was heute scheinbar selbstverständlich ist, das ist ein Anfang, einer, der ständig erneuert werden muss.
Es darf nicht aufhören genauer hinzuschauen und den Mund aufzumachen,
ebenfalls sehr nachdenkliche Grüße,
Sabine

kuechenblock

Nein, dieser Post hat eigentlich nicht wirklich was auf dem Küchenblog zu suchen. denke ich, als ich anfange, ihn zu formulieren. Das ist mir aber auch ziemlich Wurscht ( aha, immerhin eine Küchenanspielung). Es ist nämlich mal wieder einer dieses Beiträge, die sich aus mir herausdrängen, die geschrieben werden wollen, ohne dass ich nach ihnen suchen muss. Die selbst nach ein klein wenig Öffentlichkeit suchen, ohne Rücksicht, dass sich die Themen dieses Blogs ja eigentlich um die Küche ranken sollten.

Aber beim weiteren darüber Nachdenken, revidiere ich diese Sicht und sehe verblüfft eine Verbindung zur Küche. Es geht schließlich bei der Küche um den Ort, in dem Männer mehrheitlich in den fünfziger und sechziger des letzten Jahrhunderts sehr offen das ausschließliche Betätigungsfeld der Frauen sahen. Waren diese Frauen Mütter, dann durften sie sich immerhin noch verantwortlich für die Kindererziehung fühlen. Lob wurde ihnen darüber hinaus zu Teil, wenn sie dem…

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In die Nacht geschrieben ...

Grüne Üdülle

Guten Morgen liebe Anne,
du weißt ja, die Farbe Grün hat es mir auch angetan, wenn Grün auch derzeit durch Orange ersetzt worden ist …
Das sind tolle Fotos und ich mag sowohl die Idee einer Kürbisinsel als auch die, dass Kobolde da etwas nachgeholfen haben.
Ich werde mal schauen, was Henni dazu einfällt.
Ganz liebe Grüße
Sabine und Henni.

kuechenblock

Ich lande schon wieder bei der Farbe Grün. Diesmal will ich aber nicht, wie am Gründonnerstag. rund um Grün klugscheißen.

Ich möchte Euch einfach an einer grünen Idylle teilhaben lassen, die die erwachsenen Kinder einer Freundin in den letzten Monaten in ihrem Garten am Rande Frankfurts haben entstehen lassen haben. Es ist ein kleines Paradies, dem sicher auch das gerade herrschende tropisch angehauchte Wetter gut tut. Der viele Regen hat glücklicherweise noch nicht zum Absaufen der Pflanzen geführt und sie auch mit seiner Wucht noch nichts erschlagen. Noch scheint die Pflanzenwelt davon zu profitieren und belohnt uns mit einer beinah unfassbaren Üppigkeit. Die Blätter von Kürbis und Zucchini sind so groß, dass man versucht ist, nach kleinen Kobolden Ausschau zu halten, die unter diesem Blätterdach ein gemütliches Zuhause haben könnten.

Eine gute Bekannte aus früheren Zeiten hat für ein Kinderbuch eine wunderschöne Geschichte erdacht und diese illustriert: ‚Fliegerich auf der…

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In die Nacht geschrieben ...

Tour de France reloaded

Liebe Anne,
ja, da ist sie wieder, die Tour de France und dein so passender Satz: „Ach, ich hab so Sehnsucht nach unbeschwertem Reisen…. „, den ich seufzend in mir nachklingen lasse …
Mich erinnert die Tour jedes Jahr an meine Kindheit, als ich bei meiner Oma war und in den Sommerferien, meine Eltern waren arbeiten und wir daher oft bei ihr, und da die Tour de France lief und meine Oma sich auskannte. Das eine ist für mich mit dem anderen verbunden. Das Gefühl von Sommer, bei meiner Oma zu sein, das Radfahren, die Gegend, die ich als Kind eher langweilig fand und erst später zu schätzen wusste. Meine Oma kannte sich auch mit Tennis und Fußball aus, das macht ein wenig wehmütig und froh zugleich, all das so erleben zu können, ohne all das, was unsere Zeit gerade verändert hat und weiter verändern wird.
Heute etwas nachdenkliche Grüße,
Sabine

kuechenblock

Sie tun es wieder und ich bin mit dabei. Diesmal ein bisschen eher im Jahr wie mir scheint. Die Sonnenblumen sind noch nicht aufgeblüht, der Lavendel steht dafür fast in voller Blüte.

Es fühlt sich fast an wie früher vor Corona, denn es stehen viele Menschen am Straßenrand. Die wenigstens tragen Mundschutz, andere dafür ein Pappschild, mit dem sie unbeabsichtigt ein Drittel des Fahrerfeldes flach legen. Über diesen Vorfall redet aber am Ende der 2. Woche der Tour schon niemand mehr.

Jetzt reden sie über die Jungspunde, die da so unbekümmert der Tour ihren Stempel aufdrücken. Ja auch ich frage mich, wie einer die anderen am Berg so stehen lassen kann ohne gedopt zu sein. Nein, er ist nicht mein Favorit und ich freue mich, als ihn am nächsten Tag ein anderer ein klein wenig alt aussehen lässt. Der ist aber vielleicht auch gedopt? Wie auch immer, es ist für…

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In die Nacht geschrieben ...

Frühstück mit Phantom

Liebe Anne,
ja, ich wollte dich schon die ganze letzte Woche anrufen und fragen wie es gewesen ist. Das hole ich mit mehr Ruhe auf jeden Fall nach!
Es klingt nach einer sehr ambivalenten Erfahrung, mit allem, was zur Ambivalenz dazugehört. Ganz wesentlich natürlich die Frage, was brauche und wünsche ich mir für ein Zuhause, was gehört für mich dazu …
Am meisten haben mich die Ausstattung der Küche und die Besuche von Freunden und Familie gefallen, denn genau die sind es, die das mit dir teilen werden. Und natürlich das Phantom und die beiden Eichhörnchen.
Eine spannende Erfahrung,
ganz herzliche Grüße aus der Hitze,
Sabine

kuechenblock

Am letzten Morgen ist das Phantom tatsächlich gegenwärtig. Bisher war sein Frühstückstisch bereits verlassen, wenn ich so zwischen 8 Uhr und 8.30 Uhr meinen Weg in den Speisesaal fand. Nur eine leere Müslischale mit ein paar Haferflocken am Rand und einer Pfütze Milch auf dem Grund, eine zerknüllte Serviette und ein paar Krümel auf dem Teller zeugten davon, dass hier ein Frühaufsteher am Werk gewesen war. Außer mir gab es noch einen weiteren Frühstücksgast. Die Dame am Nebentisch hatte zeitlich ähnliche Vorstellungen für die morgendliche Mahlzeit wie ich. Sie schien froh zu sein über die Abwechslung durch eine weitere Person in dem ansonsten ausgestorben anmutenden Speisesaal. Am ersten Morgen hatte sie mir den Weg zu meinem Tisch gewiesen, denn Personal schien es in diesem Saal erst einmal nicht zu geben. Sie wusste, ich konnte nur die Dritte im Bunde sein, denn sonst frühstückte niemand, wie sie mir bereitwillig erzählte. Ihre…

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In die Nacht geschrieben ...

Küchenschlacht

Guten Morgen liebe Anne,
ich werde ja schon beim Zuhören mit nervös bei deinem „echten“ Küchenblock ausschließlich aus der Küche. Und das, obwohl du eine
„gestandene Profine“ bist. Das Wort hat Henni gerade erfunden und ich soll dir sagen für diesen wunderbar leckeren Nachtisch würde sie sehr gerne das Personal im Hintergrund sein und dir Dinge reichen, ein Glas Wein für die Köchein oder ein Wasser, sie würde spülen oder Spuren auf dem Boden beseitigen, in dem sie sich mit ihren Gummistiefeln einfach daraufstellt … 🙂
Das Ergebnis war es wert, oder?
Herzliche Grüße in deinen Samstag,
Sabine und Henni.

kuechenblock

Küchenschlacht heißt eine werktägliche Sendung im ZDF, in der jeweils der Hobbykoch der Woche gekürt wird. Hab ich noch nie gesehen, weil ich mittags eigentlich nur dann Fernsehen schaue, wenn ich krank im Bett liege. Als ich noch berufstätig war, schien es mir höchstes Rentnerglück zu sein, mittags fernsehen gucken zu dürfen ohne krank zu sein. Geht aber irgendwie nicht. Fernsehtime beginnt für mich auch jetzt erst um 20.15 Uhr. Von daher kann ich also nichts zur Küchenschlacht des ZDF sagen. Ich trage lieber meine eigene eher unfreiwillige Küchenschlacht aus.

Die fand letztes Wochenende rund um Hühnerfrikassee und Erbsenrisotto statt. Diese Speisezusammensetzung klang eigentlich überschaubar und es war auch nicht das erste Mal, dass ich sie kochte. Allerdings noch nie so aufwendig. Das Hühnerfrikassee sollte nämlich wirklich bürgerlich klassisch werden und das Erbsenrisotto frisch erbsig und grün. Beim Hühnerfrikassee lehnte ich mich an die Kochschulter von Tim Mälzer und beim…

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In die Nacht geschrieben ...

Böses Essen?

Liebe Anne,
ich habe in deinem Blog einen schönen potenziellen Buchtitel gefunden, den solltest du dir sichern: … wenn uns nicht der ‚Wassermann‘ ablenkt …
Es ist eine spannende Frage über „Das Böse“ nachzudenken und sich selbst auch immer wieder zu fragen, was ist es für mich und wie bin ich mit möglichen Bildern großgeworden und habe ich verinnerlicht.
Das Thema wird mich auf jeden Fall weiterbegleiten, also danke für diese und die kulinarische Inspiration,
herzliche Grüße in den 1. Mai,
Sabine

kuechenblock

Angeregt zu diesem Blog hat mich ein Seminar der U3L zum Thema ‚Die Natur des Bösen‘. Näheres zu diesem Seminar findet Ihr hier auf der Website der Dozentin Dr. Elke Wehrs. Meiner Begeisterung über die U3L im Allgemeinen habe ich ja nun schon öfter Raum gegeben. Nun also mal Begeisterung im Besonderen für dieses Seminar und die Dozentin, die es nicht nur schafft, das Thema im Seminar so zu präsentieren, dass man gespannt bei der Sache bleibt, sondern auch noch mit den vielfältigen Unwägbarkeiten einer Zoom-Sitzung entspannt und humorvoll umgehen kann. Selbst die Reparatur eines Wasserschadens, deren Zeugen aufgrund des nicht ausgeschalteten Mikrofons bzw. des sich immer wieder einschaltenden Mikrofons bei einem Teilnehmer wir alle im Verlauf einer Stunde werden, bringt sie nicht aus der Fassung. Es rauscht und plätschert zwischendurch, wir erfahren, dass das kalte Wasser wieder läuft, aber dummerweise nicht das heiße – oder war es umgekehrt? Sehen…

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In die Nacht geschrieben ...

Aufgewärmt

Liebe Anne,
da hätte der Richard mal vorher mit mir sprechen sollen und ich hätte ihm das mit dem BFD und FSJ erklärt.
Auch bei uns können Menschen altersunabhängig ihren Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Firman bieten das an, um ihre Mitarbeiter:innen in den Genuss einer vorzeitgen Ruhestands zu schicken. Das habe ich mehrmas erlebt und bin von der Zusammenarbeit begeistert, weil da ganz viel Lebens- und Berufserfahrung auf junge Menschen trifft, die damit gerade beginnen. Aber, eben immer *freiwillig* und erst dann macht es in meinen Augen Sinn, verpflichtend wird da kein Schuh draus, deshalb kann ich deinen Unmut sehr gut verstehen. Und, der BFD darf imme rnur unterstützend sein, niemals ersetzend, denn dafür ist die Politik zuständig, dass die Bereiche mit ausreichend Fachkräften ausgestattet sind.
Dir ganz liebe Grüße,
Sabine, die mit den Bufdis 🙂

kuechenblock

Wilhelm Busch ließ bei Max und Moritz die Witwe Bolte für Sauerkraut schwärmen, wenn es wieder aufgewärmt. So manches schmeckt aufgewärmt tatsächlich besser, weil dann beispielsweise in Schmorgerichten die Gewürze Zeit haben so richtig durchzuziehen, oder weil der Kohl durch das lange vor sich hin Köcheln bekömmlicher wird. Manches wird aber durchs Aufwärmen nicht besser, z. B. philosophischer Quark.

Auf den stieß ich zufällig letzte Woche beim Radiohören in der Küche. Abgesondert hatte ihn Richard David Precht. Wikipedia sortiert ihn in die Rubrik ‚Deutsche Philosophen‘ ein. Meine Abneigung gegen die Philosophie habe ich ja hier schon häufiger kund getan. Dennoch hegte ich bis letztens durchaus Sympathie für Herrn Precht. Ich fand ihn als Typ nicht uninteressant und auch seine Art philosophische Themen locker flockig unters Volk zu bringen, hat mir gefallen. Nun muss ich ihm leider meine Freundschaft aufkündigen. Hat er doch verlangt, dass Rentner und Schüler ein soziales Jahr…

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In die Nacht geschrieben ...

nachtfalter

Wunderschön, leise und tiefgründig,
viele Grüße,
Sabine

verssprünge

ich falte die nacht
stecke sie in die tasche
meiner jeans und gehe zum tag
über. am abend ziehe ich sie wieder hervor
und breite sie aus. vor mir liegt ein bild –
sterne, auf tiefblauem grund.
tauch hinein, kleiner falter
und nimm deine flügel mit.
die traumwege sind verschlungen
doch gesäumt von licht. flieg!
die dämmerung wartet darauf
entfaltet zu werden.

©diana jahr 2021

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Kitchen Possible

Liebe Anne,
dir und Birte ist schon klar, dass ihr im Tun und hier im Präsentieren im Blog quasi eine ganz eigene Marktlücke entdeckt habt, in dem ihr eure eigene Version von Küchen-Boxen anbietet?
Küchen-Boxen sind Küchen-Boxen, der Inhalt stimmt und das Rezept ist auch für Anfänger gut zu kochen.
Ich freue mich auf eure nächste Box,
neugierige Grüße,
Sabine

kuechenblock

Schon klar, eigentlich heißt die Sendung Kitchen Impossible und Ihr kennt sie bereits aus einem Blogpost. Da kriegen die Köche in einer schwarzen Kitchenbox ein Essen zum Nachkochen serviert. Als ich diesen Beitraggerade über Kitchen Impossible eben noch mal gelesen habe, war ich erstaunt, dass er schon fast vier Jahre alt ist. Die Jungs rennen immer noch gockelnd durch die Küche. Die letzte Staffel ist gerade wieder auf Vox gelaufen. Diesmal haben sie alle im deutschsprachigen Raum gekocht, wegen der Coronaeinschränkungen und es ist eine Art Heimatküchenedition entstanden. Tim Mälzer hat im Frankfurter Hof ein ayurvedisches Gericht kochen müssen und wurde vorher in einen Ayurveda Health-Store in Sachsenhausen geschickt. Er hat sich lobend über Frankfurt geäußert und zu Ayurveda wenig gesagt. Brauchte er auch nicht, seine Blicke sprachen Bände! In einer weiteren Folge hat er dann die Zwei-Sterne-Köche Alexander Hermann und Tim Raue in Darmstadt mit dem Nachkochen von…

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